Als der Wald eine Zukunftsfrage wurde. Wissen, Prognosen und Emotionen in der Waldsterbensdebatte der 1980er

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  • uploaded July 22, 2026

Anfang der 1980er Jahre alarmierten Nachrichten über Sauren Regen und Schäden an Waldbäumen die Öffentlichkeit, besonders in der damaligen Bundesrepublik. Es entstand die wissenschaftlich begründete Befürchtung, dass der Wald aufgrund von Umweltbelastungen in absehbarer Zeit – je nach Prognose in 5 bis 30 Jahren – auf großen Flächen absterben könnte, mit ökologischen Folgen unabsehbaren Ausmaßes. Aus einem zunächst forstwissenschaftlichen Fachthema wurde binnen weniger Jahre eine der prägendsten Umweltdebatten der deutschen Zeitgeschichte, in der es nicht mehr nur um den Wald und Emissionen ging, sondern um das Verhältnis von Gesellschaft und Umwelt sowie die Zukunftsfähigkeit der Industriegesellschaft.
Anhand dieses historischen Beispiels zeigt der Vortrag, wie Wissen, Prognosen und Emotionen zusammenwirkten, wenn  Gesellschaften über die Zukunft ihrer Wälder verhandeln und fragt, unter welchen Bedingungen aus Problemwissen, wissenschaftlicher Unsicherheit und Zukunftsangst Handlungsfähigkeit entstehen kann.

Referent/in:

Dr. Birgit Metzger (Universität des Saarlandes)