Medien Die postmigrantische Gesellschaft – Dynamiken zwischen Akzeptanz und Abwehr von Diversität

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"Die postmigrantische Gesellschaft – Dynamiken zwischen Akzeptanz und Abwehr von Diversität"
"In postmigrantischen Gesellschaften – die politisch anerkannt haben, dass sie ein Einwanderungsland geworden sind – beanspruchen Zuwanderer und ihre Nachkommen Teilhaberechte auf der Basis des Gleichheitsgrundsatzes der Demokratie. Dies führt zu Aushandlungen um Rechte, Positionen, Repräsentationen und Privilegien. Der Antagonismus zwischen Migrationsbefürwortern und Migrationsgegnern prägt die politische Agenda, wobei Migration als Chiffre für zunehmende Heterogenität betrachtet wird.» Postmigrantisch « richtet den Blick auf die Dynamik des Wandels und auf die Verantwortung der gesamten Gesellschaft für die stattfindenden Transformationsprozesse, verlässt somit die jahrelange Fixierung auf » die « Migranten. Durch ihre Forderung, Herkunft als kategoriale Trennlinie zu überwinden, entlarvt die postmigrantische Perspektive hegemoniale Markierungen, Strukturen sowie Prozesse, die derzeit vor allem im Diskurs um Migration und in der Konstruktion des Migrantischen als einem Dogma ewiger Fremdheit kristallisiert werden."
Über die Referentin:
Naika Foroutan ist Professorin für "Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik" und stellvertretende Institutsdirektorin. Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören u.a. die Themen Migration und Integration; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; Identität und Hybridität; politischer Islam und gesellschaftliche Transformation von Einwanderungsländern. Seit 2011 ist sie zudem Leiterin der Forschungsgruppe Junge Islambezogene Themen in Deutschland (JUNITED) im Rahmen des Projekts Junge Islam Konferenz (JIK), welches von der Stiftung Mercator gefördert wird. Im Jahr 2011 erhielt sie den Berliner Integrationspreis für ihr Eingreifen in die bundesweit kontrovers geführte "Sarrazindebatte". Im Jahr 2012 erhielt sie den Wissenschaftspreis der Fritz Behrens Stiftung, der alle zwei Jahre für exzellente Forschung vergeben wird. Im Jahr 2016 erhielt sie den Höffmann-Wissenschaftspreis der Universität Vechta.

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